Beleuchtungsvarianten

Diese Seite fasst mögliche Beleuchtungsvarianten für die Beleuchtung von Chamäleonterrarien zusammen. Sie hat nicht den Anspruch als alleinige Informationsquelle zu dienen. Kritik und Anregungen sind sehr gerne gesehen, schreiben Sie mir dazu einfach an die im Impressum hinterlegte E-Mail-Adresse.

1. Beleuchtungsvarianten bei ausreichendem Abstand zur Decke

Variante 1A

Die im Folgenden aufgeführte Beleuchtungsempfehlung bezieht sich auf eine zu beleuchtende Fläche von 60 cm x 60 cm.

  • 1 x HID-Strahler mit UVB. Der Abstand von Leuchtmittel zu Gaze sollte 20 cm nicht unterschreiten. Grundsätzlich sind zudem die Hinweise zum Mindestabstand der Hersteller zu beachten. Der HID-Strahler mit UVB dient dazu, den nötigen UVB-Bedarf abzudecken und gewährleistet die benötigte Beleuchtungsstärke.
  • 1 x Wärmespot. Wie der Name schon sagt dient dieser zum „Wärme tanken“. Wie Sie hier zu Ihrer optimalen Auswahl kommen, ist weiter unten  beschrieben. Der bereits empfohlene HID-Strahler mit UVB ist aufgrund des einzuhaltenden Mindestabstands als Wärmequelle meist nicht ausreichend.
  • 1 x Leuchtstoffröhre im vorderen Bereich, welche ebenfalls auf möglichst hohe Beleuchtungsstärke ausgelegt ist, das Licht allerdings auf einen weiten Bereich verteilt. Hier kann alternativ auch eine LED-Leiste zum Einsatz kommen. Der Vorteil einer üblichen T5-Leuchtstoffröhre ohne UVB liegt darin, dass sie auch eine gewisse Wärme abgibt. Falls das nicht nötig ist, punktet die LED-Leiste durch ihren niedrigeren Stromverbrauch.

Variante 1B

  • Die im Folgenden aufgeführte Beleuchtungsempfehlung bezieht sich auf eine zu beleuchtende Fläche von 120 cm x 70 cm.

  • 1 x HID-Strahler mit UVB. Der Abstand von Leuchtmittel zu Gaze sollte 20 cm nicht unterschreiten. Grundsätzlich sind zudem die Hinweise zum Mindestabstand der Hersteller zu beachten. Der HID-Strahler mit UVB dient dazu, den nötigen UVB-Bedarf abzudecken und gewährleistet die benötigte Beleuchtungsstärke.
  • 1 x HID-Lampe ohne UVB zur optimalen Ausleuchtung des Terrariums. Diese Leuchte gewährleistet die benötigte Beleuchtungsstärke. Des Weiteren dient sie aufgrund des nicht eizuhaltenden Mindestabstands als Wärmequelle.
  • 1 x Wärmespot. Wie der Name schon sagt, dient dieser zum „Wärme tanken“. Wie Sie hier zu Ihrer optimalen Auswahl kommen, ist weiter unten  beschrieben. Der bereits empfohlene HID-Strahler mit UVB ist aufgrund des einzuhaltenden Mindestabstands als Wärmequelle meist nicht ausreichend.
  • 2 x Leuchtstoffröhre im vorderen und hinteren Bereich, welche ebenfalls auf möglichst hohe Beleuchtungsstärke ausgelegt ist, das Licht allerdings auf einen weiten Bereich verteilt. Hier kann alternativ auch eine LED-Leiste zum Einsatz kommen. Der Vorteil einer üblichen T5-Leuchtstoffröhre ohne UVB liegt darin, dass sie auch eine gewisse Wärme abgibt. Falls das nicht nötig ist, punktet die LED-Leiste durch Ihren niedrigeren Stromverbrauch.

Die Wahl des richtigen Wärmespots

Verlassen Sie sich bei der Wahl der richtigen Wattstärke des Wärmespots auf Ihren persönlichen Tastsinn. Das ist die einfachste und sicherste Möglichkeit um Verbrennungen bei Ihrem Tier zu vermeiden und ist jedem Test mit einem Thermometer vorzuziehen.

Befestigen Sie den Spot so, dass der Glaskolben etwa 10 cm von der oberen Gaze entfernt ist.

Testen Sie die Wärmeabgabe, indem Sie mit dem Handrücken direkt unter die Gaze (Metallgeflecht) gehen. Die Hand darf sich auch nach längerer Zeit (15 - 20 Sekunden) nicht so erwärmen, dass es für Sie unangenehm heiß wird. Falls das der Fall ist greifen sie auf ein Leuchtmittel mit niedrigerer Wattstärke zurück oder erhöhen Sie den Abstand des Leuchtmittels.

Sie sollten dabei auch immer die Größe Ihres Pfleglings im Auge behalten. Im Idealfall bedeckt der „Wärmekegel“ das ganze Tier und nicht nur einen Teil davon. Insofern kann es durchaus sinnvoll sein, eine höhere Wattstärke zu wählen und den Wärmespot entsprechend höher anzubringen. Im Folgenden sind grobe Richtwerte genannt. In jedem Fall sollte das verwendete Leuchtmittel in Bezug auf die Wärmeabgabe wie beschrieben getestet werden!

Leistung [W]

Abstand [cm]

Tierart (Auszug)

50-80

15

F. pardalis, C. calyptratus, C. parsonii

30-40

10

T. jacksonii, T. quadricornis, F. lateralis

20-40

10-15

Jungtiere aller Art

Die meisten Halter können nachfolgende Ausführungen getrost vernachlässigen.

2. Beleuchtungsvarianten bei geringem Abstand zur Decke

D.h. die Einhaltung des Mindestabstands sog. HID-Strahler mit UVB kann in dem Fall nicht gewährleistet werden. Hier bieten sich folgende Beleuchtungsvarianten an.

Die im Folgenden aufgeführten Beleuchtungsempfehlungen beziehen sich auf eine zu beleuchtende Fläche von 60 cm x 60 cm.

Variante 2A

  • 1 x Leuchtstoffröhre mit UVB-Anteil im hinteren Bereich des Terrariums; diese dient hauptsächlich dazu, den nötigen UVB-Bedarf abzudecken und gewährleistet eine gleichmäßige und gemäßigte UVB-Strahlung. (Aufgrund des UVB-Anteils muss ein Mindestabstand eingehalten werden, der jedoch weit geringer ist als bei HID-Lampen mit UVB.)
  • 1 x HID-Lampe ohne UVB zur optimalen Ausleuchtung des Terrariums. Dieses Leuchtmittel gewährleistet die benötigte Beleuchtungsstärke. Des Weiteren dient sie aufgrund des nicht eizuhaltenden Mindestabstands als Wärmequelle.
  • 1 x Leuchtstoffröhre im vorderen Bereich, welche ebenfalls auf möglichst hohe Beleuchtungsstärke ausgelegt ist, das Licht allerdings auf einen weiten Bereich verteilt. Hier kann alternativ auch eine LED-Leiste zum Einsatz kommen. Der Vorteil einer üblichen T5-Leuchtstoffröhre ohne UVB liegt darin, dass sie auch eine gewisse Wärme abgibt. Falls das nicht nötig ist, punktet die LED-Leiste durch Ihren niedrigeren Stromverbrauch.
  •  (1 x optional: 1-2 x wöchentliche Bestrahlung mit der Osram Ultra Vitalux.)

Variante 2B

  • 1 x Leuchtstoffröhre mit UVB-Anteil im hinteren Bereich des Terrariums; diese dient hauptsächlich dazu den nötigen UVB-Bedarf abzudecken und gewährleistet eine gleichmäßige gemäßigte UVB-Strahlung.
  • 1 x Leuchtstoffröhre im vorderen Bereich, die auf möglichst hohe Beleuchtungsstärke ausgelegt ist und das Licht auf einen weiten Bereich verteilt. Hier kann alternativ auch eine LED-Leiste zum Einsatz kommen. Der Vorteil einer üblichen T5-Leuchtstoffröhre ohne UVB liegt darin, dass sie auch eine gewisse Wärme abgibt. Falls das nicht nötig ist, punktet die LED-Leiste durch Ihren niedrigeren Stromverbrauch.
  • 1 x Wärmespot. Wie der Name schon sagt, dient dieser zum „Wärme tanken“. Wie Sie hier zu Ihrer optimalen Auswahl kommen, ist weiter unten  beschrieben.
  • (1 x optional: 1-2 x wöchentliche Bestrahlung mit der Osram Ultra Vitalux.)

Variante 2C

  • 2 x Leuchtstoffröhre, welche auf eine möglichst hohe Beleuchtungsstärken ausgelegt ist, das Licht allerdings auf einen weiten Bereich verteilt. Hier kann alternativ auch eine LED-Leiste zum Einsatz kommen. Der Vorteil einer üblichen T5-Leuchtstoffröhre ohne UVB liegt darin, dass sie auch eine gewisse Wärme abgibt.
  • Wärmespot. Wie der Name schon sagt, dient dieser zum „Wärme tanken“. Wie Sie hier zu Ihrer optimalen Auswahl kommen, ist weiter unten  beschrieben.
  • 1-2 x wöchentliche Bestrahlung mit der Osram Ultra Vitalux.

Variante 2D

  • 1 x HID-Lampe ohne UVB zur optimalen Ausleuchtung des Terrariums. Dieses Leuchtmittel gewährleistet die benötigte Beleuchtungsstärke. Des Weiteren dient sie aufgrund des nicht eizuhaltenden Mindestabstands als Wärmequelle .
  • 1x Leuchtstoffröhre im vorderen Bereich. Die auf möglichst hohe Beleuchtungsstärke ausgelegt ist und das Licht auf einen weiten Bereich verteilt. Hier kann alternativ auch eine LED-Leiste zum Einsatz kommen. Der Vorteil einer üblichen T5-Leuchtstoffröhre ohne UVB liegt darin, dass sie auch eine Gewisse Wärme abgibt. Falls das nicht nötig ist, punktet die LED-Leiste durch Ihren niedrigeren Stromverbrauch.
  • 1-2 x Wöchentliche Bestrahlung mit der Osram Ultra Vitalux.

    Zusammenfassung:

Bezeichnung

Wärme

Licht

UVB

Kosten

Variante 1A

Variante 2A

,

Variante 2B

,

Variante 2C

Variante 2D

In Klammern: Bei 1-2 x wöchentlicher Bestrahlung mit der Osram Ultra Vitalux.